- Die Quetzal-Route umfasste Abschnitte von drei Routen des Jakobswegs, darunter die portugiesische Küstenroute, die mozarabische Route und die Nordroute.
- Mehr als 200 junge Menschen aus verschiedenen Gemeinden nahmen an dieser 35. Ausgabe teil und ihre Reise endete in Santiago de Compostela.
- Das Programm fördert das Zusammenleben, das historische und kulturelle Lernen sowie den Werteaustausch zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Regionen.
- Die Erfahrung trägt dazu bei, das Interesse der jüngeren Generationen am Jakobsweg und der galicischen Kultur zu stärken.
Hundert junge Menschen versammelten sich auf der Plaza del Obradoiro um das Ende eines ungewöhnlichen Abenteuers zu feiern: die neue Ausgabe der Ruta Quetzal. Im Herzen von Santiago de Compostela wurden die Teilnehmer – aus Gemeinden in ganz Spanien – begrüßt von Xosé Merelles, Direktor des Tourismusbüros von Galicien, der den Aufschwung schätzte, den diese Initiative sowohl der Jugend als auch der kulturellen Ausstrahlung der Region verleiht.
Bei dieser Gelegenheit, die Ruta Quetzal konzentrierte sich auf die Route dreier wichtiger JakobswegeEntlang der portugiesischen Küstenroute, der mozarabischen Route und der Nordroute erlebten die Expeditionsteilnehmer jeden Tag als eine wahre Zeitreise, entdeckten wichtige Orte und symbolträchtige Landschaften Galiciens und der Extremadura und knüpften gleichzeitig Kontakte zu Gefährten aus anderen Gemeinschaften.
Treffen junger Menschen und jakobinische Tradition

Unter der Leitung von Iñigo de la Quadra-Salcedo, Sohn des legendären Miguel de la Quadra-Salcedo und aktueller Programmleiter, hat die Route einen ausgeprägten kulturellen und gemeinschaftlichen Geist entwickelt. Für die Organisation ist jede Ausgabe eine einzigartige Gelegenheit für junge Menschen, die historische Bedeutung des Jakobswegs und die Werte, die er repräsentiert, wie Gastfreundschaft, Respekt vor dem Erbe und den Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen, zu verstehen.
Während der Expedition reisten die Teilnehmer ikonische Abschnitte der galicischen Geographie und Extremadura. Städte wie Mondoñedo, Vilalba, der Kathedralenstrand und Vilanova de Arousa boten die Kulisse für ein umfangreiches Programm an kulturellen und lehrreichen Aktivitäten. Nach mehreren Wandertagen beendete die Gruppe ihre Reise in der galizischen Hauptstadt, einem unbestrittenen Zentrum der jakobinischen Tradition.
Nach den Aussagen der Jugendlichen bedeutete diese Erfahrung eine persönliche und kollektive Herausforderung, mit täglichen Wanderungen von bis zu 30 Kilometern, ohne die gute Laune oder die Möglichkeit, lebenslange Freundschaften zu schließen, zu verlieren. Marta, ein andalusisches Expeditionsmitglied, betonte: „Anfangs war alles neu, aber schnell bildete sich eine kleine Familie, die Anekdoten, Lachen und die Erschöpfung jeder Etappe teilte.“
Lernen und kulturelles Erbe
Das Programm legt nicht nur Wert auf körperliche Anstrengung, sondern auch beinhaltet einen tiefen Zugang zu Geschichte und ErbeDie Jugendlichen, die zu Botschaftern ihrer Regionen wurden, hatten Gelegenheit, an Ereignisse zu erinnern, die Teil der galizischen und spanischen Identität sind. Merelles betonte, dass Initiativen wie die Ruta Quetzal "Sie sind von enormem Wert für die Verbreitung des Erbes des Jakobswegs und wecken die Neugier neuer Generationen auf die lokale Kultur und Geschichte.«.
Es gab jede Menge heitere Anekdoten, die typisch für eine Studentenreise sind: von den anfänglichen Schwierigkeiten der Anpassung bis hin zur Geschichte von Miguel, einem Studenten aus Extremadura, der zusammen mit seinen Freunden in ihrer Unterkunft einen improvisierten Friseursalon eröffnete. „Anfangs waren wir nicht besonders geschickt“, scherzte er, „aber nach und nach perfektionierten wir unsere Technik und waren am Ende stolz auf das Ergebnis.“
Die festliche Atmosphäre tat jedoch der Ernsthaftigkeit des Programms keinen Abbruch. Die Organisatoren betonten die integrative Funktion der Route, die fördert das Zusammenleben zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft und stärkt die Rolle von Kultur und Bildung als Instrumente des sozialen Zusammenhalts.
Wachsendes Interesse am Jakobsweg
Die diesjährige Ausgabe fiel mit einem deutlichen Anstieg der Zahl der Pilger zusammen, die die verschiedenen Jakobswege bereisten. Merelles wies darauf hin, dass Auf dem Portugiesischen Küstenweg ist die Zahl der Wanderer im Vergleich zum Vorjahr um 20 % gestiegen., während auch die mozarabischen und nördlichen Wege ihre historischen Rekorde übertroffen haben, was die Bedeutung des jugendlichen Elan und der Sichtbarkeit, die dank Initiativen wie der Ruta Quetzal erreicht wurde, unterstreicht.
Im Laufe von 12 intensiven Tagen und nach der Bewältigung anspruchsvoller Tagesetappen Unter Applaus und ausgelassener Stimmung erreichten die Jugendlichen das Ziel.Der Ruf „Lang lebe Galicien!“ erklang auf der Plaza del Obradoiro und bildete den Höhepunkt eines Erlebnisses, das nicht nur Wissen und Respekt für das Erbe vermittelte, sondern bei allen Teilnehmern auch tiefe persönliche Spuren hinterließ.
Die Quetzal-Route ist somit bestätigt als Maßstab in der Ausbildung junger Menschen und in der Förderung des Jakobsweges, trägt zur kulturellen und persönlichen Bereicherung der Teilnehmer bei und festigt das Bild Galiciens und seiner jakobinischen Tradition auf der internationalen Bühne.